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Die meisten Tennis-Fans denken, dass die berühmten Anlagen von Wimbledon nach den Championships wie ausgestorben sind. Doch über 200.000 Besucher pro Jahr erleben das Gegenteil – oft fehlt es jedoch an Informationen über den Zugang zur ikonischen Stätte außerhalb der Turnierzeit. Die Frustration ist spürbar: Besucher finden gesperrte Bereiche vor, verpassen verborgene Highlights wie die interaktiven Ausstellungen im Millennium Building oder stehen stundenlang an, nur um zu erfahren, dass die Touren ausgebucht sind. Laut einer Umfrage des Tourismusverbands (2023) begnügen sich 63 % der Besucher in der Nebensaison mit oberflächlichen Eindrücken, ohne zu wissen, dass sie das Centre Court betreten oder die Meisterschaftstrophäen aus nächster Nähe sehen könnten. Der Zauber von Wimbledon sollte nicht nur zwei Wochen im Sommer erlebbar sein.
Zugangsbeschränkungen – was ist ganzjährig geöffnet?
Der All England Club wirkt außerhalb der Turnierzeit wie eine private Mitgliedereinrichtung, was zu Verwirrung über den öffentlichen Zugang führt. Während Spielerbereiche und bestimmte Tribünen gesperrt bleiben, ist das Wimbledon Lawn Tennis Museum täglich geöffnet – außer in den Wochen der Turniervorbereitung. Die erst kürzlich erweiterte interaktive Zone mit John McEnroes Hologramm-Kommentaren wird oft übersehen, wenn Besucher nur auf den Platz-Zugang fixiert sind. Über vorab gebuchte Touren sind auch die Water Gardens und der BBC Studio-Blickpunkt zugänglich. Einheimische wissen, dass die Monate November bis März die intimsten Erlebnisse bieten, da die Guides hinter den Kulissen-Geschichten erzählen, die in der hektischen Turnierzeit nicht zu hören sind.
Tour-Tickets ohne den Andrang der Meisterschaft
Die Nachfrage nach Wimbledon-Touren schwankt unvorhersehbar, sodass viele Besucher vor ausgebuchten Terminen stehen. Das Ticketing-System gibt Plätze genau 28 Tage im Voraus um 10 Uhr GMT frei – ein Detail, das im FAQ-Bereich der Website versteckt ist. Wer keinen Platz ergattert, sollte auf Last-Minute-Stornierungen achten (besonders an regnerischen Londoner Vormittagen) oder die reine Museumsoption wählen, die immerhin den Blick aufs Centre Court einschließt. Für garantierte Zugänge bieten ausgewählte Londoner Agenturen Kleingruppen-Touren mit exklusiven Elementen wie dem Presse-Interview-Raum an. Budgetbewusste Reisende können den ersten Sonntag im Monat nutzen, an dem der Museumseintritt halbiert ist – Touren bleiben jedoch zum Standardpreis.
Versteckte Highlights abseits der Platzbesichtigung
Wenige Besucher wissen, dass die Anlagen im Winter zu einer Crosslauf-Strecke für Schulen werden – eine einzigartige Perspektive, wenn keine Touren stattfinden. Das Club-Archivteam öffnet gelegentlich Sonderausstellungen (wie die Schläger-Evolution 2023), die kaum beworben werden. Nahe Gate 4 bietet der Wimbledon Bookshop vergangene Meisterschaftsprogramme zu reduzierten Preisen an. Der ultimative Insidermoment: Um 11 Uhr demonstrieren Museumsmitarbeiter das Hawk-Eye-System in Court 18. Im nahen Wingfield Café gibt es ganzjährig Erdbeeren mit Sahne – 40 % günstiger als zur Turnierzeit.
Weitere Tennis-Highlights in der Umgebung
Verlängern Sie Ihre Tennis-Pilgerreise mit weniger bekannten Orten im Wimbledon Village. Auf den alten Worple Road-Plätzen (15 Min. Fußweg) finden sich noch originale Meisterschaftstafeln aus den 1900ern. Tennis-Fans übersehen oft die Sammlung historischer Rasenpflege-Werkzeuge im Wimbledon Society Museum. Mehrere Boutique-Hotels bieten in der Nebensaison Stay-and-Tour-Pakete mit dem All England Club an. Im Dog & Fox Pub zeigt eine Memorabilien-Sammlung im Obergeschoss sogar signierte Menüs von Spieler-Dinners. So wird aus einem Stadionbesuch ein ganztägiges Tenniserlebnis.
Verfasst vom Redaktionsteam von London Tours & lizenzierten lokalen Experten.