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Londons Art-Deko-Architektur ist ein Schatz an gestalterischer Brillanz, den viele Reisende aufgrund mangelnder Kenntnis oder verstreuter Informationen übersehen. Über 70% der London-Besucher konzentrieren sich nur auf mittelalterliche und viktorianische Bauwerke, ohne zu wissen, dass die Stadt einige der am besten erhaltenen Gebäude der Zwischenkriegszeit in Europa beherbergt. Dies führt zu unvollständigen Reiseplänen, die Meisterwerke wie das Daily Telegraph Building oder die Hoover Factory auslassen. Die Frustration, unbekannte Viertel zu durchstreifen oder historische Fassaden unerkannt zu passieren, kann das eigentlich visuell beeindruckende Erlebnis trüben. Für Architekturliebhaber bedeutet dies, die geometrischen Muster, Sonnenstrahl-Motive und geschwungenen Linien zu verpassen, die eine der einflussreichsten Designbewegungen der 1920er-30er Jahre in London prägten.
Warum Londons Art-Deko-Schätze oft übersehen werden
Die Herausforderung beginnt mit Londons architektonischer Vielfalt – während Wahrzeichen wie die St. Paul's Cathedral die Reiseführer dominieren, fügen sich Art-Deko-Gebäude oft unauffällig ins Stadtbild ein, wenn man nicht weiß, worauf zu achten ist. Viele sind noch immer Bürogebäude oder Wohnblöcke ohne touristische Beschilderung. Ein weiteres Hindernis ist ihre verstreute Lage – anders als in Paris gibt es in London kein zentrales Art-Deko-Viertel. Selbst gut erhaltene Juwelen wie die Carreras Cigarette Factory in Camden werden von bekannteren Nachbarn überschattet. Zudem haben Nachkriegsumbauten originale Details verdeckt, die nur geübte Augen erkennen. Ohne Ortskenntnis könnte man eine Fassade bewundern, ohne ihre Art-Deko-Bedeutung zu erkennen, oder Innenräume wie die Goldblatt-Decken im Eltham Palace verpassen, die nur zu bestimmten Zeiten zugänglich sind.
Die wichtigsten Art-Deko-Bauwerke für Besucher
Beginnen Sie Ihre Entdeckungstour mit unverzichtbaren Ikonen wie dem BBC Broadcasting House – seine skulpturalen Friese und Zikkurat-Dach verkörpern die Grandeur des Stils. Das River Restaurant im Savoy Hotel zeigt, wie Art-Deko mit Luxus verschmolz, während das weniger besuchte Isokon Building in Hampstead die sozialistische Ausrichtung der Bewegung durch gemeinschaftliches Wohnen offenbart. Für automobilinspirierte Kurven ist die ehemalige Firestone Factory an der Great West Road ein Muss. Übersehen Sie auch keine Geschäftsgebäude – die schwarze Vitrolit-Glas-Lobby des Daily Express Buildings und die farbenfrohe Kachelarbeit der Hoover Factory beweisen, dass Funktionsbauten Kunst sein können. Südlich der Themse überrascht das De La Warr Pavilion in Bexhill-on-Sea (leicht mit dem Zug erreichbar) als Großbritanniens erstes bedeutendes modernistisches öffentliches Gebäude. Diese Orte zeigen, wie Art-Deko sich dem Londoner Kontext anpasste, mit subtileren Materialien und imperialen Anspielungen als seine New Yorker Pendants.
Tipps, um versteckte Art-Deko-Details zu entdecken
Erfahrene Londoner Architekturfans wissen, dass man über offensichtliche Fassaden hinausschauen muss. Schärfen Sie Ihren Blick für typische Art-Deko-Elemente: Geometrische Brüstungen krönen oft unscheinbare Gebäude, während originale Ladeneingänge unter modernen Schildern erhalten sein können. Bronzene Aufzugtüren und Treppengeländer in umgebauten Bürokomplexen bewahren häufig originale Details. Die 20.-Jahrhundert-Galerien des Victoria and Albert Museums bieten eine gute Einführung in Art-Deko-Motive. Viele Gebäude offenbaren ihre Schätze zu bestimmten Zeiten – die Freemasons' Hall zeigt ihr atemberaubendes Interieur während Führungen, die Lobby des Senate House leuchtet in der Abendsonne am schönsten. Wohngebäude wie Dolphin Square mit seinen meerinspirierten Balkonen oder Florin Court (TV-Wohnsitz von Hercule Poirot) mit sonnenstrahlförmigen Toren halten Art-Deko im Verborgenen. Für eigene Erkundungen eignen sich Gegenden wie Fitzrovia und der Strand, wo mehrere Beispiele nah beieinander liegen.
Perfekte Art-Deko-Tour durch London planen
Optimieren Sie Ihre Architektursafari, indem Sie Ziele nach Lage gruppieren – beginnen Sie mit dem Adelphi Building und Shell Mex House am Strand, dann weiter mit der U-Bahn zu Carreras und Senate House in Fitzrovia. Morgens beleuchtet das Licht die Steinschnitzereien der BBC ideal, nachmittags kommen die Pastelltöne der Hoover Factory zur Geltung. Integrieren Sie Art-Deko in bestehende Pläne – die Aussichtsplattform des Oxo Tower bietet Themse-Blicke neben ikonischen Fensterbuchstaben. Planen Sie Ihren Besuch während der Open House London-Tage, wenn sonst unzugängliche Gebäude wie die Daily Mail Offices ihre Türen öffnen. Bequeme Schuhe sind essenziell, da viele Orte nicht U-Bahn-nah liegen – Santander Räder eignen sich gut für Strecken zwischen Flusslagen. Bei Zeitmangel priorisieren Sie die British Design Galleries im Victoria and Albert Museum mit geretteten Art-Deko-Innenräumen. Einige Gebäude beherbergen Cafés oder Bars – im Beaufort Bar des Savoy genießen Sie Cocktails im Original-Ambiente von 1929.
Verfasst vom Redaktionsteam von London Tours & lizenzierten lokalen Experten.